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Richard Paulick in Dresden – Begleitprogramm zur Ausstellung

Ausstellung im Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden

Eine Ausstellung der Hermann-Henselmann-Stiftung zu Gast im Zentrum für Baukultur Sachsen · Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Landeshauptstadt Dresden Amt für Kultur und Denkmalpflege

Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalpflege


BEGLEITPROGRAMM · RICHARD PAULICK IN DRESDEN
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VORTRAG 1 — 13.07.2021
19 Uhr · Vortragssaal der Bibliothek im Kulturpalast Dresden (Zugang über ZFBK)

Richard Paulick auf dem Dresdner Hochschulcampus
Vortrag von Tanja Scheffler · Bau- und Kunsthistorikerin, Journalistin, Dozentin (Dresden)

Die ersten Jahre seines Architekturstudiums absolvierte Richard Paulick 1923-1925 an der Technischen Hochschule Dresden. Nach seiner Tätigkeit im Büro von Walter Gropius und der Rückkehr aus dem Exil in die DDR hat er ab 1952 auch die Erweiterung des Dresdner Hochschulcampus bis zur Strehlener Straße maßgeblich mitgeplant. Dabei ent­wickelte er für einzelne Bauten wie das Hauptgebäude der damaligen Hochschule für Verkehrswesen (heute: HTW Dresden) im ständigen Spagat zwischen den lokalen Architekturstilen und offiziellen Vorgaben auf der Basis der zerstörten Vorgängerbauten und früheren Planungen für dieses Areal bis heute beeindruckende Gebäudekonzeptionen. Diese werden im Vortrag näher vorgestellt.

VORTRAG 2 — 22.07.2021
19 Uhr · Vortragssaal der Bibliothek im Kulturpalast Dresden (Zugang über ZFBK)

Vom Stahlhaus in Dessau zum Studentenwohnheim in Halle-Neustadt
Richard Paulicks Architekturverständnis und seine Entwicklung in Bauten und Entwürfen

Vortrag von Dr. phil. Ulrich Hartung · Architekturhistoriker (Berlin)

Richard Paulick kennt ein kleinerer Kreis von Fachleuten als den Architekten des Dessauer Stahlhauses (mit Georg Muche), als den Koordinator der Entwürfe für den Aufbau der Berliner Stalinallee und den Chefarchitekten von Schwedt und Halle-Neustadt, eventuell noch als den Konsultanten der DDR-Bauakademie für den Neuaufbau ­Dresdens. Der ganze Umfang seines Wirkens ist jedoch nicht wissenschaftlich erfasst. Hier wird erstmals versucht, die Handschrift des Architekten Paulick nachzuweisen, also zu ergründen, was die sehr verschiedenen Bauten und Entwürfe in modernen wie in traditionalistischen Formen aus seiner ganzen Schaffenszeit verbindet.

VORTRAG 3 — 26.08.2021
19 Uhr · Vortragssaal der Bibliothek im Kulturpalast Dresden (Zugang über ZFBK)

Richard Paulicks Rolle bei den Altmarktplanungen 1952/53
Vortrag von Dr. Andreas Kriege-Steffen · Architekt und Architekturhistoriker (Dresden)

Die Grundlagen für die Neugestaltung des Altmarkts wurden mit einem 1952 veranstalteten Architekturwettbewerb gelegt. Der Vortrag thematisiert neben der Analyse dieses Wettbewerbs, seiner Genese sowie der Beiträge die Rolle der Konsultanten Kurt W. Leucht und Richard Paulick auf die eingereichten Entwürfe.

Architekturrundgänge (1) 17.07.2021 · (2) 24.07.2021 — jeweils Beginn 15 Uhr
Treffpunkt (jeweils): Vor dem Haupteingang der HTW, Friedrich-List-Platz 1, 01069 Dresden

Von den Nationalen Traditionen zur Ostmoderne
mit Tanja Scheffler · Bau- und Kunsthistorikerin, Journalistin, Dozentin (Dresden)

Richard Paulick gehörte zu den wichtigsten Architekten der DDR. An seinen Bauten kann man die gestalterischen Linien und kulturpolitischen Vorgaben der jeweiligen Zeit weiterhin eindrucksvoll ablesen. Er war in den 1950er Jahren an den städtebaulichen Planungen für das Dresdner Stadtzentrum beteiligt und hat in dieser Zeit auch einen neuen Masterplan für die Erweiterung des Hochschulcampus in der Südvorstadt erarbeitet. Das Hauptgebäude der damaligen Hochschule für Verkehrswesen (heute: HTW Dresden) hat er selber entworfen, bei weiteren Bauprojekten war er in der Planungsphase involviert. Diese werden bei dem Architekturrundgang genauer in Augenschein genommen.

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