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100 JAHRE GROSS-BERLIN:
(3) Die Grünfrage
Entwicklungsfaktoren der Grossstadtregion

14. Hermann-Henselmann-Kolloquium


03. März 2018, 10 bis 17 Uhr · Münzenbergsaal · Franz-Mehring-Platz 1 · 10243 Berlin


Eine Veranstaltung der Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit dem Center for Metropolitan Studies der TU Berlin
Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

100 JAHRE GROSS-BERLIN – 3) Die Grünfrage

Anlässlich des bevorstehenden 100-jährigen Jubiläums der Bildung der Einheitsgemeinde (Groß-)Berlin veranstaltet die Hermann-Henselmann-Stiftung seit 2016 jährlich ein Kolloquium. Nach der Wohnungs- und der Verkehrsfrage steht 2018 die Grünfrage auf der Tagesordnung.

Bereits beim Wettbewerb Groß-Berlin 1910 war klar geworden: Ein wichtiges Element der modernen Großstadtregion waren neben dem Verkehrs- und Wohnungswesen das Stadtgrün. In Form von grünen Keilen oder Ringen sollte die ständig wachsende Großstadt strukturiert werden. Weitere Bausteine waren grüne Straßen und grüne Plätze. Der 1912 gegründete Zweckverband Groß-Berlin erhielt den Auftrag, größere von der Bebauung frei zu haltende Grünflächen zu erwerben und zu erhalten. Die Bildung der Einheitsgemeinde bot die Chance für die Anlage von grünen Wohnanlagen und zahlreichen Volksparks, Sport- und Spielplätzen, die der Erholung dienen sollten. In der NS-Zeit erhielt der Stein Vorrang vor dem Grün – etwa am Lustgarten. Dennoch gab es grüne Projekte – etwa die Invalidensiedlung oder das olympische Dorf. Im geteilten Berlin wurde das Grün hochgehalten, wenngleich es bisweilen dem Auto weichen musste. Das Hansaviertel und das Märkische Viertel sowie die Neuköllner Bundesgartenschau in West-Berlin und der erste wie zweite Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee, aber auch der Erholungspark Marzahn (Gartenschau Berlin) in Ost-Berlin erinnern an diese Zeit. Nach dem Fall der Mauer erhielten große Grün- und Parkflächen eine neue Aufmerksamkeit: Regionalparks wurden in Brandenburg geplant und neue Parks in Berlin angelegt. Die IGA 2017 krönte diese Entwicklung. Schon 1990 erhielt die Berlin-Potsdamer Parklandschaft (nicht nur) aus der Zeit des Absolutismus das Prädikat „Weltkulturerbe“. Angesichts des Wachstums Berlins und sich zuspitzender Herausforderungen des Klimawandels, Arten- und Ressourcenschutzes muss das Grün in einer regionalen Perspektive gedacht und über die Innenstadt hinaus in die Gebiete der äußeren Stadt und in das Umland ausgeweitet werden.

Mit
Harald Bodenschatz
Dorothee Brantz
Thomas Flierl
Stefanie Hennecke
Corinne Jaquand
Ingo Kowarik
Katrin Lesser
Katrin Lompscher
Cordelia Polinna
Johanna Söhnigen (angefragt)
Stefan Strauss (angefragt)
Stefan Tidow (angefragt)
Markus Tubbesing

Bis 2020 wird die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe zu weiteren Schlüsselaufgaben wie «Die Planungskultur» fortgesetzt, sie mündet schließlich im Jahr 2020 in die Abschlusskonferenz zu Perspektiven für die Hauptstadtregion.

Eintritt 10,-/ermäßigt 6,- Euro

Um Anmeldung wird gebeten: info@hermann-henselmann-stiftung.de

Für Fragen und Anmerkungen kontaktieren Sie bitte die Hermann-Henselmann-Stiftung
per Kontaktformular oder per info@hermann-henselmann-stiftung.de